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Weben
Der Jeansstoff wird in der
sogenannten Köperbindung gewoben. Man erkennt eine
Köperbindung am diagonalen Köpergrat. Dieser
kommt dadurch zustande, daß die Bindungspunkte
seitlich versetzt sind und aneinanderstoßen.
Verläuft der Köpergrat von links oben nach
rechts unten, nennt man das S-Köper, wenn die
Gratlinie von links unten nach rechts oben verläuft so ist es ein Z-Köper.
Der Jeansstoff wird u.a. auf Sulzer-Webmaschinen gewoben, die etwa 50% des Weltmarktes abdecken.
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  Köpergewebe; blau: Kettfaden, weiss: Schussfaden |
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Nähen
Der Schwerpunkt der Jeansproduktion hat sich in den vergangen Jahrzehnten
neben den klassischen Jeansfabriken in den USA und Westeuropa (Italien, Beligen)
zunehmend in Billiglohnländer verlagert. Dieser Prozess verstärkte sich
in den letzten Jahren, so dass neben Portugal und Osteuropa auch in Algerien und
in verschiedenen Entwicklungsländern (u.a. Bangladesh, Indien, China) von kleinen
Nähateliers bis zu grossen Fabriken Jeanskleider zusammengenäht werden. So kann
der Preis für die Fertigung tief gehalten werden. Dabei werden grosse Probleme im
Sozial- und Umweltbereich einfach verlagert, was sich von den schlecht bezahlten
Baumwollpflückern in pestizidverseuchten Monokulturen bis zu den armen Näherinnen
in schlecht eingerichteten Arbeitsplätzen und langen Arbeitszeiten hinzieht.
Eine Ausnahme bildet die Firma Levi's, welche auch moralische Kriterien
berücksichtigt. So hat sich die Firma z.B. nach dem Tienanmen Massaker in
Peking 1989 aus dem Chinageschäft zurückgezogen.
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