Stofffärbung
Da Indigo selbst nicht wasserlöslich ist, muss
er in eine wasserlösliche Form umgewandelt werden.
Dies geschieht durch eine Reduktion des Indigos mit
Hilfe von Natriumdithionit zu Indigoweiss, welches mit
der zugegebenen Natronlauge ein wasserlösliches
Salz bildet. Die Umwandlung heißt auch
Verküpung. Die Farbe wechselt dabei von
blau-violett nach gelb.
Beim Färbevorgang werden die Textilien in die
Küpe mit dem wasserlöslichen Salz getaucht.
Gelangt das vorerst gelb gefärbte Material an die
Luft, wird die Verküpung mit Hilfe des
Luftsauerstoffs rückgängig gemacht, der Stoff
färbt sich von gelb über grün nach blau,
und es entsteht auf dem Gewebe durch eine Oxidation
wieder Indigo
Bei der industriellen
Herstellung der indigogefärbten Fäden werden
diese mehrmals durch ein Farbbad gezogen. Dabei wird der
Faden nur in seiner Hülle eingefärbt,
während der Kern des Fadens weiss bleibt. Dies bewirkt beim
Abscheuern der Jeans die hellen Stellen, da die weggescheuerte "Ummantelung"
den weissen Kern hervortreten
lässt.
Schlichten
Der Schlichtprozess ist
notwendig, um den Kettfaden gegen die hohe mechanische
Beanspruchung während des Eintrags der Schussfaden
zu stabilisieren. Nach dem Schlichten wird das
gefärbte Kettgarn mit nichtgefärbtem
Schußgarn verwoben.
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